Wie sieht es im Jenseits aus? (1)

Wie können wir uns das Jenseits vorstellen? Klar ist: das ist schwierig, wir können es ja nicht sehen. In diesem ersten Teil halten wir uns an das, was Nahtod-Erfahrene berichten. Wenn Nahtod-Erfahrene Dinge auf unserer 3-D-Erde sehen können, und wenn Blinde dort sehen können, dass sich das bei einer Nachprüfung als korrekt zeigt, dann nehmen wir einfach mal an, der Rest der Berichte würde auch stimmen.

Es gibt meist 2 Teilwelten, die in Nahtoderlebnissen berichtet werden:

1.) die ausserkörperliche Erfahrung mit Sicht auf unsere normale 3-D-Welt

2.) der sogenannte „metaphysische Teil“ des Nahtoderlebnisses mit Sicht in das Jenseits

1.) der Teil mit der ausserkörperlichen Erfahrung

Hier sieht die Welt auf den ersten Blick so aus, wie wir sie gewohnt sind. Nur der Standpunkt ist ein anderer: meist aus einer Position an der Zimmerdecke bzw. aus einer Höhe herunter, sozusagen eine Vogelperspektive.

Das Sehen

Die visuelle Wahrnehmung unterscheidet sich allerdings von der realen Welt, denn es besteht keine Sicht in eine bestimmte Richtung, sondern, wie manche detailliert berichten, eine 360°-Rundumsicht. Man kann gleichzeitig alles wahrnehmen, was vor einem, hinter einem, rechts und links und oben und unten von sich selbst ist. Man ist in einer anderen, feinstofflichen oder energetischen Welt, und kann daher durch materielle Feststoffe unserer Welt wie z.B. Mauern und Dächer hindurchsehen.

Manche berichten sogar von einem Zoom-Effekt: sie können nicht nur die einzelnen Haare, sondern sogar die Haarfollikel, also die mikroskopisch kleinen Haarwurzeln eines Menschen sehen.

Der Fokus des Sehens wird nicht als Blickrichtung durch Augenbewegung oder Kopfdrehen bestimmt, sondern einfach dadurch, dass man sich auf etwas bestimmtes konzentriert, dass man etwa bestimmtes sehen will.

Das Hören

Es ist nicht sicher, ob es dort so etwas gibt. Jedenfalls können Menschen in der Nahtoderfahrung irgendwie hören, was hier unten lebende Menschen sagen. Sie können aber auch deren Gedanken lesen, auf dem Weg einer Telepathie. Wenn Menschen im Nahtoderlebnis mit anderen Wesen in Kontakt treten, dann ist das durch Telepathie, also durch direkte Gedankenübertragung, die nicht in Worte gefasst wird.

Andererseits wird auch über so etwas wie Musik oder Geräusche berichtet.

Die Fortbewegung

Da ist es in dieser feinstofflichen Welt einfacher als hier unten: man braucht nicht seine Beine bewegen, sondern man „wünscht“ sich einfach an eine andere Stelle und schon ist man dort, man kommt nicht ausser Atem und bekommt keine wunden Füsse – wie praktisch! Das hängt sich auch damit zusammen, dass es in jener Welt entweder keinen Raum und keine Zeit, also auch keine Entfernung gibt oder dass der Raum kaum eine Rolle spielt. Manche Menschen, die sich durch Meditation in einen ausserkörperlichen Zustand versetzen können, manchen sich das nutzbar in Form von Astralreisen oder „schamanischen Reisen“, also sie reisen in der jenseitigen Welt an einen Ort, den sie sich gerade wünschen.

Kommunikation

Die Kommunikation mit anderen Wesen geschieht telepathisch, ohne Sprache. Es gibt Berichte, dass Nahtoderfahrende die Gedanken von lebenden Personen z. B. Retter bei der Reanimation lesen konnten. Medien, die mit Verstorbenen oder Geistwesen kommunizieren, berichten, dass dies ohne Worte, oft in einer bildhaften symbolischen Sprache geschieht. Pascal Voggenhuber, ein bekanntes Medium aus der Schweiz, erklärt anschaulich, wie er immer die ihm übermittelten Bilder deuten muss und in eine verständliche Sprache übersetzen muss.

Körperform

Der Körper in der jenseitigen Welt scheint unserem irdischen Körper äusserlich ähnlich zu sein. Er besteht aber nicht aus Materie und unterliegt nicht den Gesetzen unserer 3-D-Welt. Manche berichten, dass sie durch eine Decke oder eine Wand hindurchgehen können. Der Körper besteht aus einer Art Lichtenergie. Die Erscheinungsform ist nicht festgelegt, möglicherweise kann man sein eigenes Aussehen beeinflussen. Jedenfalls erscheinen Verstorbene durchweg nicht im Aussehen zum Zeitpunkt des Todes, sondern zum Zeitpunkt ihrer besten Jahre, bzw. als Kind verstorbene haben das Aussehen eines jungen Erwachsenen.

2. Der metaphysische, jenseitige Teil

Das ist der Teil, wo Menschen im Nahtoderlebnis sich von der Erde weg wenden. Oft beginnt das mit dem Tunnel-Erlebnis.

Das ist dann allerdings nur ein Übergangsbereich in die jenseitige Welt. Oft wird den Menschen in ihren Nahtod-Erlebnissen von anderen Wesen gesagt, dass sie nun nicht weiter gehen sollen, sondern zurück zum materiellen irdischen Leben kehren sollen, sie hätten dort noch Aufgaben zu erfüllen. Das heisst dann, wenn sie weitergehen würden, dann wären sie im „richtigen“ Jenseits. Wir reden hier also von einer Vorstufe des Jenseits.

Es gibt natürlich keinerlei Möglichkeit, die Angaben hier zu überprüfen bzw. zu beweisen. Man kann nur sagen „wenn die Beobachtungen der Nahtoderfahrenen über unsere 3-D-Welt korrekt sind, dann werden die Angaben über die jenseitige Welt wohl auch einigermassen stimmen.“ Zweifellos gibt es aber hier die Möglichkeit von individuellen Färbungen, Interpretationen und Fehlinterpretationen. Man kann aber immerhin vergleichen zwischen einzelnen Berichten und sagen, „wenn 2 oder 10 Nahtoderfahrene dasselbe berichten, dann wird es wohl stimmen.“

Eine letzte allgemeingültige Sicherheit oder Beweisbarkeit kann es also für diesen Teil niemals geben.

Es gibt Menschen, die von Kindheit an die Fähigkeit haben, verstorbene Seelen zu sehen und mit Ihnen zu kontaktieren. Meist werden Sie als „Medien“ bekannt. Und es gibt zumindest einen Menschen, der auch die Fähigkeit hat, Engel zu sehen, ich empfehle dazu das Buch von Lorna Byrne, Engel in meinem Haar. Das ist natürlich nicht überpüfbar. Wer geneigt ist, an jenseitige Dinge zu glauben, wer vielleicht selbst schon Erfahrungen gemacht hat, mag auch die Aussagen dieser besonderen Menschen einbeziehen.

Der Tunnel

Das ist der Übergang vom rein ausserkörperlichen Erlebnis in das metaphysische Jenseits. Manche beschreiben das als Tunnel mit sehr dunklen Wänden, andere als Raum, der eine unglaublich tiefe Finsternis enthält. Hier bewegt man sich nicht aus eigener Vorstellungs- oder Gedanken-Kraft, sondern wird von einer fremden Macht gezogen.
Manche sagen, der Tunnel diene dazu, die Seele an das eigentliche Jenseits anzupassen.

Fehlende Worte

Fast alle Nahtoderfahrene berichten, dass das, was sie gesehen haben, für uns 3-D-Menschen unvorstellbar und unbeschreiblich ist. Sie versuchen, das Gesehene mit Worten unserer Sprache zu beschreiben, quasi als eine Art Analogie. Immer wieder wird berichtet, dass durch die Umformung des Unbeschreiblichen in weltliche Beschreibungen die Dinge nicht korrekt wiedergegeben werden, dass jenseitige Dinge in der Beschreibung vereinfacht und verfälscht werden.

Orte

Ort ist ein Begriff des Raumes. In einem Jenseits, in dem es weder Raum noch Zeit gibt, kann es keine Orte geben. Dennoch scheint es auch im Jenseits irgendwelche Stellen zu geben, die etwas besonders haben, Umgebungen, die ein bestimmtes Aussehen haben. Das könnten Stellen mit einer besonderen Energie sein. Ich werde daher im Folgenden, wie dies auch viele Nahtoderfahrene tun, den Begriff „Ort“ verwenden, in dem Bewusstsein, dass hier nicht dasselbe wie ein Ort auf unserer 3-D-Erde gemeint ist.

Die Wissens-Bibliothek

Einige berichten über einen Ort, an dem alles Wissen gespeichert ist, über das Universum, über jeden Menschen, alles was geschehen ist. Und allein dadurch, dass man an jenem Ort ist, kann man sich das Wissen, das man sucht, durch Telepathie aneignen. Vom Theosophen Charles Leadbeater und vom Antroposphie-Gründer Rudolf Steiner wird dieses „Weltengedächtnis“ „Akasha-Chronik“ genannt, Akasha ist der Sanskrit-Begriff für Himmel/Äther.

Ebenen im Jenseits

Einige wenige Nahtod-Erfahrene berichten über verschiedene niedere und höhere Ebenen im Jenseits. Sie unterscheiden sich im Grad ihrer Feinstofflichkeit. Durch Entwicklung seines Bewusstseins kann man in eine höhere Ebene gelangen. Einige dieser Ebenen scheinen auch in manchem den althergebrachten Vorstellungen einer Hölle, eines Fegefeuers und eines Himmels zu entsprechen, wobei die Hölle in vielen Aspekten von den herkömmlichen Vorstellungen abweicht. Aus manchen Religionen kommt die Vorstellung von „7 Himmeln“, esoterische Kreise zählen jedoch weitaus mehr Gradierungen.

Wenn man nicht nur die Nahtod-Berichte, sondern auch die Berichte von medial begabten Menschen und von Astralreisenden hinzunimmt und akzeptiert, kann man noch viel mehr über das Aussehen des Jenseits erfahren. Wie sieht es im Jenseits aus Teil 2

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