Reinkarnation

Die Nahtod Erlebnisse zeigen uns, dass wir ewig leben. Wir sind aus Bewusstsein, Bewusstsein kann nicht zerstört werden. Wie die Nahtod Erlebnisse uns zeigen, haben wir vor der Geburt schon gelebt und werden nach dem Tod weiterleben, wenn auch nicht in dieser Form der 3-D-Materie. Ich habe mehr Nahtod Erlebnisse gefunden, die für die Theorie der Reinkarnation, also für mehrfache Leben auf der materiellen Erde, sprechen, und nur zwei mit Hinweisen, die dagegen sprechen.

Häufige Fragen zur Reinkarnation

warum kann ich mich nicht erinnern?

Nehmen wir mal an, du hast innerhalb von 10‘000 Jahren schon 40 mal gelebt, warst 35 mal verheiratet, hast 60 Kinder grossgezogen und bist 15 mal ermordet worden. Willst du das alles mit dir rumtragen? Willst du, dass dein jetziger Partner unter den seelischen Traumata leiden muss, die du während deiner 31. Ehe erlitten hast? Es ist der Deal, dass du immer wieder von vorne anfangst. Dadurch hast du aber auch jedes Mal wieder neue gute Startchancen.

Während unserem Leben im Jenseits, wenn wir reines Bewusstsein sind und alle Wunden des Erdenlebens abgelegt haben, können wir uns an alle Leben erinnern. Wir haben sie in uns verinnerlicht. Sobald wir aber geboren werden, wird unser Bewusstsein absichtlich reduziert (laut Sara-Modell auf 25%). Wir tragen die Erinnerung zwar immer noch im innersten mit, sind uns jedoch dessen nicht bewusst.

Warum muss ich alles immer wieder von neuem lernen?

Wir haben natürlich jedes Mal einen neuen Körper, mit jedem Körper müssen wir wieder laufen lernen, das ist jedes Mal etwas anders. Wir werden aber auch in verschiedene Sprachen und Kulturen hineingeboren. Wie willst du unvoreingenommen in die chinesische Sprache und chinesische Kultur als Kind hineinwachsen, wenn du noch Erinnerung und Sprache aus deinem früheren arabischen Leben mit dir trägst? Wer ein hohes Bewusstsein entwickelt hat, wird leichter lernen, nicht nur Sprache und sogenannte intelligente Fertigkeiten, sondern vor allem auch das sich-zurecht-finden in der Welt und Menschenkenntnis.

Wie kann man die Bevölkerungsexplosion erklären?

Richtig, wenn man annimmt, dass jeder Mensch nach einer bestimmten Zeit, sagen wir mal nach immer genau 100 Jahren, immer wieder auf dieser Erde wiedergeboren wird, dann gibt es natürlich ein mathematisches Problem. 7 Milliarden Seelen auf dieser Erde, das hat es wahrscheinlich seit Bestehen der Erde nicht gegeben. Aber es gibt in diesem System viel mehr Flexibilität, als man glaubt. Es gibt Seelen, die bisher immer als Tier inkarniert waren und jetzt als Menschen kommen. Es gibt Seelen, die nur selten inkarniert waren und jetzt vielleicht sogar drei Inkarnation gleichzeitig haben. Es gibt Seelen, die bisher auf anderen Planeten unseres Universums inkarniert haben. Und vor allem ist der Begriff der Zeit eng mit unserer Materie verbunden. In der geistigen Welt gibt es entweder gar keine Zeit oder eine völlig anders geartete Zeit. Wenn in den letzten 100‘000 Jahren 7 Milliarden insgesamt inkarniert waren und jetzt in einem Jahr 7 Milliarden gleichzeitig, dann könnte das aus der Sicht der geistigen Welt genau dasselbe sein.

Wieso werde ich für etwas bestraft, an das ich mich nicht einmal mehr erinnern kann?

Hier wünschst du dir Gerechtigkeit und sprichst die Lehre des „Karma“ aus dem Hinduismus und Buddhismus an. Es könnte gemäss dieser Lehre also sein, dass du in einem früheren Leben eine unmoralische Tat begangen hast und nun in diesem Leben erleiden musste, wie jemand dieselbe Tat an dir begeht, ohne dass du dich an das frühere Leben erinnern kannst. Allerdings hättest du dann diese Tat aus beiden Aspekten, nämlich aus dem des Täters und des Opfers, erlebt und könntest aus dem Aspekt des höheren Bewusstseins, den du nach deinem Tod erleben wirst, einen Überblick über deine Handlungen sehen und deine Lehren daraus ziehen.
Aber nach dem von mir bevorzugten Sara-Modell sieht das etwas anders aus: nach jedem Leben legen wir alle Last und alle Schuld schrittweise ab, planen erst danach ein neues Leben mit guten und schlechten Ereignissen, die unserer geistlichen Entwicklung förderlich sind und werden dann wieder geboren, um die geplanten Erfahrungen zu machen. Es gibt keine Belohnung und keine Strafe – das wäre weltliche Gerichtsbarkeit – es gibt nur die geistige Entwicklung. Im Sara-Modell kann es höchstens vorkommen, dass du zusammen mit deinem Geistführer bewusst geplant hast, in diesem Leben eine bestimmte Handlung aus der Opferperspektive zu erleben. Auch in diesem Modell kannst du dich nicht erinnern.

Wieso hat Jesus nichts von Reinkarnation erzählt?

Nun, das ist sehr umstritten, und es gibt einige Bibelstellen, die eine Reinkarnation vermuten lassen. Aber auch ohne dies muss man wissen, Religionen sind immer für eine bestimmte Gruppe von Menschen und für eine bestimmte Zeit gemacht. Keine Religion kann alles erklären, keine Religion ist umfassend. Das kann sie schon deswegen nicht sein, weil das jeweilige Bewusstsein der Menschheit zu diesem Zeitpunkt nur einen Teil aufnehmen konnte. Das Christentum hat in seinem Kern die Nächstenliebe als Botschaft und gibt keine Details über das jenseitige Leben. Sehr viele christliche Vorstellungen über die sogenannte Auferstehung und das ewige Leben wurden von Menschen gemacht, von Kirchenvätern und Päpsten.

Kirchenvater Origines (185-254 n. Chr.) vertrat eine Lehre der Präexistenz von Geist und Seele vor der Geburt. Seine Lehre wurde 553 durch ein Edikt des römischen Kaisers Justinianus verworfen und seine Anhänger mit dem Bann belegt, zeitgleich mit dem 2. Konzil von Konstantinopel.

http://www.advo-kanzlei.ch/download/council_533_en.pdf

http://www.origenes.de/geschichte/Grosse.pdf

Die Reinkarnation der Teilseele

Nach dem Sara-Modell läuft das mit der Reinkarnation etwas komplizierter ab: die Vollseele, die im „Haus“ lebt und reines Bewusstsein ist, beschliesst eine Inkarnation eines Teiles von ihr, der „Teilseele“, an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten sozialen und kulturellen Umgebung auf der Erde. Die Teilseele – das sind wir – ist aus derselben Substanz wie die Vollseele und dieser in vielem gleich, ist aber nur ein Teil, weil sie einen bestimmten Aspekt der Vollseele repräsentiert. Sie trägt auch die Erinnerungen an alle früheren Leben von Teilseelen derselben Vollseele in sich, allerdings meist unbewusst. Nach dem Tod und einer Zeit der Überarbeitung des Lebens vereint sich die Teilseele wieder mit der Vollseele. Alle Erinnerungen und Erfahrungen des Erdenlebens bleiben in der Vollseele bestehen, und die Vollseele kann sich für immer an alle Einzelheiten der Teilseele erinnern.

Voggenhuber beschreibt dasselbe Modell mit anderen Worten: er nennt die Vollseele „Gruppenseele“. Die Gruppenseele spaltet eine Seele ab, so wie man aus einem Brotteig ein Stück Teig herausnehmen kann. Das Teigstück hat dieselbe Zusammensetzung und dieselben Eigenschaften wie der gesamte Brotteig, ist aber nur ein Teil davon.

Auch manche Astralreisende (W. Buhlmann) beschreiben, dass sie Kontakt mit ihrem eigenen höheren ich aufgenommen hätten, und meinen damit wohl den Kontakt zwischen Teilseele und Vollseele.

So gesehen, kann man sagen: es gibt die Reinkarnation, weil dieselbe Vollseele sich immer wieder auf der Erde als Teilseele inkarniert, und gleichzeitig gibt es die Reinkarnation nicht, weil es immer unterschiedliche, neue Teilseelen sind, die sich inkarnieren.

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