Quantenphysik Teil 2

Übersicht Teil 1
Klassische Physik
Entwicklung der Quantenphysik
Dualismus Teilchen – Welle
Unschärferelation
Doppelspaltversuch
Superposition
Die Welt besteht aus Energie

Übersicht Teil 2
Quarks
Die Faust auf dem Tisch
Verschränkte Teilchen (EPR-Phänomen)
Schlussfolgerung
Digitale Physik und Virtuelle Realität
Max Planck zum Wesen der Materie

Quarks

Die moderne Kernphysik hat seit 1964 noch kleinere Bestandteile der Atome entdeckt: Quarks. Es gibt 6 Typen. Ein Atom besteht aus 3 Quarks, ein Elektron aus einem. Das Besondere ist nun, das diese Quarks ständig in eine Energiewelle zerfallen und sich dann wieder neu bilden. Die Lebensdauer eines Quarks  beträgt ungefähr 10-12 Sekunden, das ist der milliardste Teil einer Sekunde, oder andersherum, in einer einzigen Sekunde wurden die kleinsten Bestandteile unserer Materie viele Milliarden Male zerstört und haben sich neu gebildet. Beim Elektron, das ja angeblich um das Atom kreist, geht man davon aus, dass es bei jeder Richtungsänderung zerfällt und sich wieder neu bildet. Wie oft muss man die Richtung einer Geraden ändern, damit ein Kreis daraus wird? Sicher einige tausend Mal bei einer einzigen Umrundung.

Wo bleibt die Beständigkeit unsere Materie? Wir sehen einen soliden Stuhl, so fest, dass wir uns darauf setzen können, und wo wir ihn heute hingestellt haben, da wird er auch morgen noch stehen. Das ist aber aus kernphysikalischer Sicht eine Illusion. In Wirklichkeit haben sich die Teilchen, aus denen der Stuhl besteht, ständig aufgelöst und sich wieder neu gebildet. In so kurzen Zeiten, dass wir mit unserer bewussten Wahrnehmung dem nicht folgen können. Der Stuhl ist wie alle Materie in einem Schwebezustand zwischen Sein und Nichtsein, zwischen Materie und Energie.

Die Faust auf dem Tisch

Wenn ich mit der Faust auf den Tisch schlage, stösst die Faust auf der Tischplatte an, es gibt einen Knall, die Faust bleibt plötzlich stehen. Warum ist das so? Vielleicht weil eine Materie die andere bremst, weil 2 Feststoffe nicht denselben Raum einnehmen können? Wenn man nun betrachtet, wie dünn die Atome verteilt sind, dann ist die Chance, dass ein Atom meiner Faust auf ein Atom des Tisches trifft, 1 zu 100 Millionen. Sie wird nicht von der Materie des Tisches abgebremst, es sind eher die Energie-Felder um die Atome, die mit ihren Kräften die Faust bremsen. Bestünde der Tisch aus einer anderen Energieform, dann könnte die Faust den Tisch durchdringen. Aus kernphysikalischer Sicht ist es nichts besonderes, dass Geister, wenn sie aus einer anderen Energieform bestehen, durch Türen und Wände gehen können.

Verschränkte Teilchen (EPR-Phänomen)

Spätestens seit Einstein (spezielle Relativitätstheorie) wissen wir, dass es für uns oder für irgend ein Raumflugzeug völlig unmöglich ist, die Lichtgeschwindigkeit erreichen. Man müsste eine unendlich grosse Energie aufwenden. „Warp 4“ – die 4-fache Lichtgeschwindigkeit – das gibt es nur in Science-Fiction-Filmen, Startrek usw., nicht in unserer Physik und nicht in der aktuellen Raumfahrt! Wir wissen, dass es weit entfernte Stellen im Universum gibt, von denen das Licht Tausende und Millionen von Jahren braucht, um uns zu erreichen.

1935 wurde von den Physikern Einstein, Podolsky und Rosen ein Phänomen entdeckt, das dem soeben gesagten widerspricht: das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon oder kurz EPR-Phänomen: Aus einem Lichtstrahl bzw. Photon können durch einen bestimmten Kristall 2 Lichtstrahlen bzw. 2 Photonen erzeugt werden. Bedingt durch die Entstehung aus einem einzigen Teilchen sind die beiden Teilchen miteinander „verschränkt“, das heisst aus Gründen der Gesetze der Energieerhaltung und Impulserhaltung bedingt der Zustand des einen Teilchens wie z.B. seine Polarisation oder sein Spin den Zustand des anderen Teilchens [etwas genauer hier oder hier]. Der Zustand ist zu Beginn nicht festgelegt, sondern eine Wahrscheinlichkeitsfunktion. Sobald man aber den Zustand des einen Teilchens misst oder ändert, wird nicht nur der Zustand dieses einen Teilchens festgelegt, sondern auch der des 2. Teilchens.

Das Paradoxe an der Verschränkung ist, dass die Teilchen nach ihrer gemeinsamen Entstehung sich in entgegengesetzter Richtung voneinander entfernen können und z.B. viele tausend Lichtjahre voneinander entfernt sein können. Sie bleiben dann immer noch verschränkt, das heisst wenn man den Zustand des einen Teilchens festlegt oder ändert, dann ändert sich der Zustand des 2. Teilchens im gleichen Moment auch. „Im gleichen Moment“ heisst gleichzeitig oder sofort, in genau demselben Augenblick, so schnell wie wir es uns nur immer vorstellen können. Die Teilchen können jedoch nicht miteinander kommunizieren, zumindest nicht in unserem Universum. Nach den Gesetzen der Relativitätstheorie kann nichts schneller als Licht sein, nicht einmal eine Information, das würde sonst die Reihenfolge von Ursache und Wirkung vertauschen. Es dauert also tausend Jahre, bis das 2. Teilchen über irgendeinen Informationsweg merken kann, dass das erste Teilchen sich verändert hat. Trotzdem reagiert es sofort. Dieses Phänomen kann innerhalb unseres Universums mit dem uns bekannten dreidimensionalen Raum-Zeit-Gefüge nicht erklärt werden, es funktioniert „nicht-lokal“, d.h. ausserhalb unseres Raum-Zeit-Gefüges.

Würfel1Das Phänomen ist vergleichbar mit einem Zauberwürfelpaar, das bei jedem Wurf immer dieselbe Augenzahl zeigt, auch wenn beide Würfel sich viele Kilometer auseinander befinden. Einstein hat seiner eigenen Erfindung misstraut und bezeichnete das etwas spöttisch als „spukhafte Fernwirkung“, heutige Physiker sprechen sachlich von „Quantenteleportation“.

Experimentell wurde das EPR-Phänomen über eine Entfernung von 50 km nachgewiesen. Prof. Gisin, der die Verschränkung 2008 am CERN-Institut nachwies, sagte „da geschieht etwas wirklich befremdliches, etwas ausserhalb der Raum-Zeit“. So rätselhaft dieses Phänomen auch ist, werden heutzutage darauf basierende technische Anwendungen entwickelt: Foto-Techniken, Quantencomputer mit deutlich höherer Leistungsfähigkeit, Quantenkryptografie (abhörsichere Datenverbindung). Elektronen in der Hülle eines Atoms sind miteinander verschränkt.

Die sogenannte „Nichtlokalität“ ist ein physikalischer Begriff, eine Schlussfolgerung aus bestimmten Wellen-Eigenschaften und aus der Teilchen-Verschränkung. [etwas genauer hier] Die verschränkten Teilchen benehmen sich so, als ob es ihnen egal wäre, wo und wieweit auseinander sie sich befinden. Es ist ein theoretischer Begriff, er ist mit dem Verstand kaum nachvollziehbar und auch für Physiker ein Rätsel. Man gibt dem Unverständlichen einen Namen, um es wenigstens in Worte fassen zu können. Die Nichtlokalität weist aus unserem 3D-Universum hinaus in eine andere Welt, die wir nicht kennen.

Wenn man an die Urknall-Hypothese glaubt, dann war die ganze Materie unsere Universums vor 13,5 Milliarden Jahren in einem einzigen Punkt geballter Energie vereint. Dann muss zwingend ein grosser Teil der Materie miteinander verschränkt sein. Aufgrund dieser Verschränkung und dem EPR-Phänomen muss es dann enge Verbindungen geben zwischen vielen weit auseinander liegenden Teilen des Universums (Idee von Dr. Rolf Froböse). Und geheimnisvolle Verbindungen zwischen Menschen wie z.B. Telepathie sind dann kein „paranormales Phänomen“ sondern eine logische Folge der Physik.

Schlussfolgerung

Gegen Ende des Mittelalters hat sich die Physik dadurch als Wissenschaft etabliert, dass sie sich bewusst von allen menschlichen Einflussen, insbesondere von Glaubensätzen und der damaligen Religion, abgewandt hat. Die klassische materialistische 3-D-Welt, von der Newtonschen Physik beschrieben, ist eine klare definierte Welt. Sie entspricht auch dem Prinzip „Ich glaube nur das, was ich sehe und was ich anfassen kann“.

Die Quantenphysik beschreibt eine ganz andere, uns fremde Welt. Sie ist nicht definiert und nicht eindeutig. Es scheint eher das Prinzip zu sein „ich kann kaum noch glauben, was ich sehe“. Nach 400 erfolgreichen Jahren des reinen Materialismus tritt auf einmal wieder der menschliche Geist, das Bewusstsein, in die Physik. Die kleinsten Teilchen unserer Welt verhalten sich so: solange sie von Menschen beobachtet werden, legen sie sich fest auf einen bestimmten Zustand, sei es der Spin (siehe Superposition) oder ein bestimmtes Teilchen in einem bestimmten Spalt des Doppelspalt-Experiments. Sobald sie aber nicht beobachtet werden, wandeln sich zu einer undefinierbaren Energiewelle um oder in einen undefinierten Zustand der Gleichzeitigkeit in 2 Spalten oder der Gleichzeitigkeit zweier konträrer Spins. Sie tun so, als ob sie nur für uns da sind, nur wenn wir sie für eine Beobachtung brauchen. Ansonsten verbergen sie ihre Natur vor uns und entschwinden aus der Welt einer klar definierten Realität.

Digitale Physik und Virtuelle Realität

Karl Schrödinger entwickelte eine Theorie, dass im Doppelspaltexperiment die Teilchen nicht als Teilchen durch die Spalte fliegen, sondern nur als eine Wahrscheinlichkeit von Teilchen. Sie sind nicht mehr durch ihren genauen Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt und ihre genaue Grösse, sondern nur durch Wahrscheinlichkeitsfunktionen beschreibbar.  Aus diesem Problem heraus wurde ein völlig neues Modell entwickelt, das unsere Wirklichkeit beschreiben soll: die digitale Physik. Die Kernidee ist, dass unser Universum als riesige digitale Maschine zu verstehen ist und durch Computerprogramme beschrieben werden kann. Seit den 60er Jahren bis heute gibt es mehrere Wissenschaftler, die an dieser Theorie gearbeitet haben, unter anderem auch Konrad Zuse, der Erfinder des Computers.

Nach Prof. Hans-Peter Dürr (ehem. Direktor des Max-Planck-Instituts) ist der ganze Kosmos mit lebender und toter Materie, mit Sichtbarem und Unsichtbarem, in einem universellen „Quantencode“ eingebettet. Der Dualismus Körper-Seele ist nur die Entsprechung des quantenmechanischen Dualismus Welle-Teilchen.

Noch befremdlicher erscheint die These der virtualen Realität. So wie die kleinsten Teilchen nur existieren, wenn wir sie anschauen, so sei unsere ganze Realität eine Illusion, die nur dann existiert, wenn wir sie anschauen. Es liegt an unserer eingeschränkten Wahrnehmung, dass wir die Realität als „real“ ansehen. In einer überdimensionale Meta-Ebene sind alle Informationen über unsere Welt gespeichert. Wir leben in einer Matrix aus Bewusstsein. Ähnlich wie in der Film-Trilogie „Matrix“ (erschienen 1999, + „Matrix Reloaded“  +“Matrix Revolution“), wo ein grosser Teil der Handlung in einer von Computern erzeugten virtuellen Realität stattfindet. Der amerikanische Physiker und Bewusstseinsforscher Thomas Campbell hat diese Theorie sehr weit entwickelt. So befremdlich diese Theorie sein mag, so kann sie doch viele Rätsel der Physik erklären wie z.B. die Nicht-Lokalität. Thomas Campbell hat sogar eine Erklärung parat, warum die Lichtgeschwindigkeit immer konstant ist. (hier Videos mit deutscher Übersetzung)

Unsinn? Das Universum – ein Computerspiel? Die Theorie der virtuellen Realität ist wissenschaftlich gesehen ein Modell, eine unbewiesene Theorie. Der Mainstream der Physiker sieht das Universum immer noch als materielle Realität, so wie es unserem Verstand am besten entspricht, aber er kämpft mit den Rätseln der Quantenphysik, ohne sie lösen zu können.

Der Buddhismus sagt, dass die äussere (materielle) Welt eine Illusion ist. Hier treffen sich Buddhismus und moderne Theorien der Physik. Das passt auch mit dem Wissen zusammen, zu dem wir kommen, wenn wir uns intensiv mit dem Jenseits beschäftigen. Und Thomas Campbell weiss, was er sagt, denn er hat viele Selbstversuche mit Out-of-Body-Experimenten durchgeführt und viele andere Realitäten mit eigenen Augen gesehen.

Video zum Doppelspaltversuch und zur Verschränkung
Video Versuchsaufbau moderne Version Doppelspaltversuch und Theorie Campbells
Lies weiter Die Botschaft des Jenseits

Was sagt Max Planck zur Materie?

Je genauer wir die Materie, die Grundlage unserer Welt, betrachten, desto unwirklicher und unbeständiger wird sie. Es ist unsicher, ob es sie überhaupt gibt, zumindest ist sie in einem ständigen Schwebezustand zwischen Sein und Nichtsein. Da scheint sogar die Energie, die wir kaum fassen und nicht sehen können, mehr Bestand zu haben.

Max Planck (1858-1947), Begründer der Quantenphysik, Nobelpreis 1918, sagte 1944 in einem Vortrag über das „Wesen der Materie“:

Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.

Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt – es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden – so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche – denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht – , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen.

Hier möchte ich abschweifen von der Quantenphysik und zum Vergleich mit Max Planck Seth zitieren, eine jenseitige Wesenheit:

… und dennoch gibt es keine physische Materie, die nicht von einem Bewusstseinsteil ins Leben gerufen würde. (Jane Roberts, Gespräche mit Seth, 1989 Goldmann-Verlag 9. Auflage)

letzte Revision 08.10.2017

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