Luzider Traum – Klartraum – Astralreise

Klartraum – Luzider Traum

ein Klartraum oder Luzider Traum ist eine besondere Art eines Traumes, d. h. der betreffende Mensch schläft, kann jedoch seinen Traum sehr bewusst steuern und sich auch nach dem Aufwachen daran erinnern.

Klarträume wurden mehrfach in Schlaflabors wissenschaftlich erforscht. Das Gehirn hat im EEG dabei vorwiegend eine Aktivität von Deltawellen, die dem Tiefschlaf entsprechen. Der Klartraum findet nicht in der REM-Phase statt. Das funktionelle MRI (Kernspin) während des Klartraums unterscheidet sich fundamental von dem während des normalen Schlafes, es sind nämlich Gehirnareale aktiv, die sonst nur während des Wachzustandes arbeiten (Frontalhirn).

Anscheinend kann jeder Mensch lernen, einen Klartraum zu haben. Es gibt zahlreiche Lernmethoden und zahlreiche Schulen. Das Monroe-Institut in Virginia/USA hat den Klartraum über Jahre und Jahrzehnte erforscht. Robert Monroe hat das HemiSync-Verfahren entwickelt, bei dem Geräusche und Töne über zwei Kopfhörer im Gehirn eine Interferenz-Schwingung erzeugen, die das Erreichen eines Klartraumes erleichtert. In Deutschland betreibt Simon Rausch seine „School of Oneironautics“ (kt-forum.de), in Linz/Österreich betreibt Marko Huemer die „United Academy“ und bietet eine Vielzahl von Methoden an, die, individuell bei jedem angewandt, jeden Schüler früher oder später zum Klartraum führen sollen. Beide haben ein Internetforum mit tausenden von Mitgliedern.

Es ist ein beliebtes Hobby, nachts auf Klartraum-Reisen zu gehen und Abenteuer zu erleben. Davon wird in diesen Foren berichtet.

Astralreise

Was ist eine Astralreise? Es bedeutet, dass man aus seinem Körper hinaustritt und sich mit seiner Seele oder seinem Astralleib sich an einen anderen Ort begibt. Ursprünglich stammt der Begriff von Schamanen verschiedener Völker, die sich in einen Trance-Zustand versetzen können und dann in der Astralwelt weite Reisen machen, beispielsweise von den USA nach Europa (Schamanische Reise). „Astralprojektion“ ist ein veralteter Ausdruck für „Astralreise“. Der Begriff „ausserkörperliche Erlebnis“ (AKE) ist fast gleichbedeutend mit Astralreise, wobei die Astralreise meist willentlich unternommen wird, während man zufällig ein ausserkörperliches Erlebnis haben kann.

Fortgeschrittene Klarträumer sind davon überzeugt, dass sie während eines luziden Traums ähnliche Reisen machen – im Schlaf statt in Trance – und nennen ihr Erlebnis daher „Astralreise“. Manche machen keinen Unterschied mehr zwischen den Begriffen „Klartraum“, „Luzider Traum“ und „Astralreise“. Es ist dasselbe Phänomen mit unterschiedlicher Interpretation: ein luzider Traum ist eben ein Traum und kann für unwirklich gehalten werden. Eine Astralreise ist eine reale Reise der Seele / des Astralkörpers an einen anderen (meist jenseitigen) Ort.

Die ersten Veröffentlichungen über Astralreisen, damals noch mit der Bezeichnung „Astralprojektion“, stammen von Oliver Fox (England, 1895-1949) und Sylvan Muldoon (USA, 1903-1969), der zusammen mit Hereward Carrington (USA, 1880-1958) mehrere Schriften veröffentlicht hat. Klassiker, die zum ersten mal eine Systematik ihrer persönlichen Astral-Erlebnisse beschrieben haben, sind Robert Monroe (USA, 1915-1995) und William Buhlman (USA, geb. 1950) – wer sich für Astralreisen interessiert, dem kann ich ihre Werke (Out of Body, Zwei Leben) wärmstens empfehlen.

Klartraum und Nahtod-Erlebnis

Was ist nun das Besondere am Klartraum? Er kann für Sportler und Künstler als Trainingsmethode dienen. Es ist nachgewiesen, dass bestimmte Tätigkeiten oder Abläufe wie zum Beispiel das Turnen einer Kür auf dem Barren, die man in einem Klartraum virtuell trainiert, danach auch in der Realität besser klappen.

Was hat nun eine Astralreise mit Nahtod-Erlebnissen gemeinsam? Nun, da gibt es sehr viele Ähnlichkeiten: Man kann fliegen und sieht die Welt von oben. Astralreisende können ohne Raumanzug zum Mond oder durch das All fliegen, wie dies auch bei einigen NTE berichtet wird. Astralreisende reden manchmal mit Verstorbenen. Astralreisende können sich per Willenskraft an einen Ort ihrer Wahl begeben, ohne eine lange Reise zurückzulegen.

Die Welt der Astralreisenden ist eine Wunschwelt. Anfänger lernen erst, wie man sie bedient. Man muss sich wohl darauf konzentrieren, dass man fliegen will, sonst fängt man wieder an, mit 2 Beinen zu laufen, was ebenso möglich ist. Die Welt ist durch den eigenen Willen verformbar, man kann beispielsweise seinen Arm verlängern um einen Gegenstand besser greifen zu können. Es ist eine völlig andere Realität als unsere 3D-Welt, aber man kann aus dem Standpunkt der Astralwelt in die Reale Welt hinüberschauen. Die Astral-Welt fühlt sich real an, und es sind spezielle Techniken – Reality Check – notwendig, damit man überhaupt sicher ist, ob man gerade „träumt“ oder wach ist.

Wo sind die Unterschiede zwischen der Astral-Welt und der Welt der Nahtod-Erlebnisse? Meist fehlt dieses Gefühl der Geborgenheit und des Geliebtseins. Es fehlt manchmal die Führung durch andere Geistwesen – allerdings berichtet z.B. Robert Monroe von „Helfern“ bei seinen Astralreisen. Es fehlt der Lebensrückblick. Es fehlt das Tunnel-Erlebnis. Und es fehlt natürlich die Konfrontation mit der Schwelle, die Warnung, hier nicht weiterzugehen, die Wahl, ob man endgültig ins Jenseits gehen will oder auf die Erde zurückkehrt. Diese Unterschiede hängen natürlich mit der besonderen Situtation des NTE zusammen.

Manche Nahtod-Erfahrene berichten, dass sie sich ebenso wie Astralreisende durch ihren Willen an einen bestimmten Ort begeben können, dies geschieht meist vor dem Tunnel-Erlebnis. Vielleicht kommen einige der Unterschiede aber auch einfach daher, weil das Nahtoderlebnis einmalig und relativ kurz ist, während Astralreisen immer wiederkehren und man Zeit und Gelegenheit hat, mit der neuartigen Welt umzugehen.

Halluzination oder Realität?

Jetzt kommt die entscheidende Frage. Viele Klarträumer sind sich am Anfang unsicher, denn sie empfinden den Klartraum als „echt“, obwohl es ein „Traum“ ist. Viele machen dann Experimente. Es gibt beispielsweise einen Fall, wo jemand während seines Klartraums die Wohnung einer Bekannten besucht hat, und die hatte gerade eine Besucherin, die der Klarträumer nicht kannte. Er konnte seiner Bekannten später alle Einzelheiten der Besucherin korrekt beschreiben. William Buhlman und Robert Monroe beschreiben zahlreiche Experimente, mit welchen sie in ihren persönlichen Astralreisen den Wahrheitsgehalt überprüft haben.

Der Physiker T. Campbell hat als Versuchsperson mit Robert Monroe zusammen zahlreiche Experimente zum Realitäts-Bezug gemacht. Beispielsweise hatte er die Aufgabe, in der Druckabteilung einer Zeitungsredaktion die Schlagzeilen der Zeitung zu lesen, die erst am nächsten Tag erscheinen wird, und über die Schlagzeilen zu berichten. Diese Versuche haben 2 Jahre gedauert. Ich nehme an, dass er in seinem Werk „My Big TOE“ davon berichtet. Er hat auch nachts mit seinem Sohn zusammen gemeinsame Traumreisen gemacht, und der Sohn hat genau diese Erlebnisse am nächsten Tag der Mutter berichtet.

Marko Huemer berichtet, dass er sich oft nachts mit Klartraum-Freunden trifft. Man holt sich gegenseitig aus dem Körper und unternimmt Astralreisen. Im Wachleben kann man die Erfahrungen abgleichen. Für ihn ist die Klartraumwelt selbstverständlich eine ebenso reale Welt wie unsere 3D-Welt. Erfahrene Klarträumer haben hunderte von individuellen Beweisen für den Wahrheitsgehalt Ihrer persönlichen Erlebnisse. Nur wer selbst kein Klarträumer ist, hat keinen allgemeingültigen Beweis.

Ich gehe davon aus, dass man bei der Astralreise tatsächlich seinen Körper verlässt und sich in jenseitige Welten begibt. Es gibt in der Literatur unzählige individuelle Beweise. Ich kenne aber derzeit keine allgemeine systematische Untersuchung dieser Frage.

Diese Seite wurde am 20.05.2017 erstellt. Letzte Revision 29.06.2017