Gehirn und Bewusstsein

Wo sitzt das Bewusstsein?

Die Wissenschaft weiss: das Bewusstsein sitzt im Gehirn, die Gefühle sitzen im Gehirn, das Gedächtnis sitzt im Gehirn. Wo denn sonst? Mit modernen Farb-MRI-Untersuchungen haben wir Landkarten vom Gehirn gezeichnet. Die Neuro-Wissenschaftler schliessen Analogien aus Experimenten, wo Probanden Bilder gezeigt bekommen oder Entscheidungen fällen oder bestimmte Gedanken denken sollen, und gleichzeitig wird per MRI das Gehirn erforscht, an welcher Stelle genau das Gehirn nun arbeitet. Durch Farbbildgebung wird die Veränderung des Blutflusses im Gehirn dargestellt, und wo Blut fliesst, da wird ja das Gehirn wohl auch gerade Sauerstoff verbrauchen und arbeiten. Und weil das so schön bildhaft darstellbar ist, sagen die Gehirnforscher: diese Neuronen hier „feuern“ gerade. Das funktioniert ganz gut so, das einzige verwunderliche ist, dass die Arbeit im Gehirn manchmal bis zu 10 Sekunden vor dem Zeitpunkt einsetzt, an dem der Proband einen Gedanken fasst, so als ob das Gehirn unserer Zeit voraus wäre.
Jetzt gibt es aber die Fälle, wo klinisch tote Menschen Informationen aufnehmen, verarbeiten und im Gedächtnisspeicher ablegen, d. h. zu einem Zeitpunkt, an dem das Gehirn ausser Gefecht gesetzt ist und somit auch nicht „feuern“ kann. Und einige dieser Fälle liefern nachprüfbare Beobachtungen und Informationen, welche sich als korrekt erweisen. Dies steht im Widerspruch zum gängigen Konzept der Gehirnfunktion. Das Aufnehmen und verarbeiten von Informationen und die Speicherung im Gedächtnis funktioniert offensichtlich auch ganz gut ohne Gehirn! Man muss daraus schliessen, dass Informationsverarbeitung und Gedächtnis ausserhalb des Gehirns, ja sogar ausserhalb des Körpers funktionieren. Wo sollte das nun sein? Der Körper ist klinisch tot, es bleibt also nur noch die unserer Forschung nicht zugängliche Seele.

Wer sagt denn, dass der Mensch genauso funktionieren muss wie ein Desktop-Computer aus dem Jahr 1997, mit einem Datenspeicher in Form einer Festplatte? Der Mensch ist moderner als wir glaubten und funktioniert wie ein Tablet oder Netbook aus dem Jahr 2017, bei dem nämlich die Daten in einer virtuellen CLOUD gespeichert werden!

Unser Gedächtnis nach dem aktuellem Stand der Neurowissenschaft

Was weiss die Neurowissenschaft über unser Gehirn? Laut aktuellem Forschungsstand werden die Sinneseindrücke, was wir täglich erleben, im Hypocampus gesammelt. Das ist ein doppelt angelegter länglicher Kern der grauen Substanz (dicht mit Neuronen gepackt) an der Unterseite des Gehirns. Er bildet das Kurzzeitgedächtnis. Ein Bild, das wir gesehen haben, können wir uns eine bestimmte Zeit lang innerlich vor Augen halten. Das kann Minuten, Stunden oder 3 Tage dauern. Kinder können solche Eindrücke offenbar länger behalten als Erwachsene. So lange glaubt man funktioniert das Kurzzeitgedächtnis. Danach, meist während des Schlafens, werden die wichtigsten Teile der Sinneseindrücke gewertet, mit Emotionen verbunden (angenehm oder unangenehm) und im Langzeitgedächtnis abgelegt. Die meisten Einzelheiten vergisst man. Das Langzeitgedächtnis liegt vermutlich in der Gehirnrinde, möglicherweise an mehreren Stellen. Der Hippocampus ist auch verantwortlich dafür, dass wir uns an etwas erinnern, d. h. er ruft dann die Informationen aus dem Langzeitgedächtnis ab.

Das sind alles Vermutungen, die daraus gefolgert werden, welche Stellen im Gehirn zu welcher Zeit im MRI „leuchten“. Wir wissen nicht wirklich, wie es funktioniert. Das MRI hat eine Auflösung von etwa 1 mm, d. h. das kleinste Farbpixel, dass das MRI zeigen kann, ist 1 mm³.  In einem Kubik-Millimeter des Gehirns befinden sich jedoch 40‘000 Nervenzellen, von denen jede bis zu 1 Million Axone und Synapsen, also Informationsverbindungen, besitzt. Wenn im MRI ein „Feuer“ aufleuchtet, dann bedeutet dies, dass dort irgendwo Energie verbraucht wird. Wir wissen nicht, welche Zelle diese Energie verbraucht, wir wissen nicht, ob die Zelle mit dieser Energie elektronische Impulse aufbaut oder irgendwelche biologische Strukturen verändert, wir wissen auch nicht, ob sie einen Elektroimpuls verschickt, wir wissen weder wie stark dieser Impuls ist noch wohin er gerichtet ist. Das EEG (elektrische Messung am Kopf) liefert auf der anderen Seite lediglich die Gehirnwellen, das sind elektrische Schwingungen aus dem gesamten Gehirn, und kein Mensch weiss, in welchem Mass die Einzelzelle daran beteiligt ist. Wollten wir die Funktion eines uns fremden Computers erforschen, dann würde es keinesfalls ausreichen, wenn wir lediglich die Stromspannung und den Stromverbrauch der einzelnen Chips messen. Mehr wissen wir aber nicht vom Gehirn.

Das 2. Problem ist die Kodierung. Unser Computer ist binär codiert, wir kennen den Code, weil wir (unsere Informatiker) ihn selbst erfunden und eingebaut haben. 11110001001000000 ist die Zahl 123456, 1000001 ist der Buchstabe „A“, bestimmte Folgen von Nullen und Einsen stehen für eine Speicheradresse oder für einen bestimmten Rechenbefehl des Prozessors. Beim Gehirn wird vermutet, dass Informationen möglicherweise nicht binär, sondern analog sind, alles andere wissen wir jedoch nicht. Sind es elektrische Spannungszustände? Ist es die Anordnung der Axone? Ist es die Membrandicke der Synapsen? Die Hypothese ist, dass eine Erinnerung in einem Komplex von Neuronen gespeichert wird. Werden akustische Eindrücke anders gespeichert als visuelle? Wie werden Farben gespeichert, wie Gefühle, wie Eindrücke von Personen? Dies alles entzieht sich unserer wissenschaftlichen Erkenntnis.

Wenn man in die Zellen und Baustoffe des menschlichen Körpers schaut, dann erneuern sich diese fortwährend. Jede Zelle, jedes Molekül stirbt ab und wird neu gebaut. Innerhalb von 2 Wochen ist das Gehirn rundum erneuert, kein Atom ist noch dasselbe wie vorher. Wollten Sie einen Computer haben, der sich alle 2 Wochen von selbst umgebaut? Wie können wir uns dann an Dinge erinnern, die Jahrzehnte zurückliegen?

Die Struktur des Gehirns ist plastisch, das heisst es formt sich ständig neu. Das kann man bei Verletzungen und Verlusten von Körperteilen beobachten: Nach einer Amputation des rechten Beines verschwindet sowohl im Bewegungszentrum als auch im Wahrnehmungszentrum des Gehirns das Bein, dieser Gehirnteil wird dann von anderen Körperteilen benutzt, das Gehirn programmiert sich selbst um. Selbst wenn ein Körperteil vorübergehend lahmgelegt wird, wie z.B. durch einen Gipsverband, dann wird dessen Gehirnareal kleiner und von Nachbararealen übernommen. Wenn die Zellen in diesem Areal irgend eine Information gespeichert hatten, dann ist sie jetzt mit Sicherheit verschwunden. Nach Abnahme des Gipsverbandes und Freigabe des Körperteils formt sich das im zugehörige Areal an derselben Stelle im Laufe von Tagen und Wochen wieder neu. Woher aber weiss dieses Gehirnteil, wie es vorher gewesen war?

Das jenseitige Gedächtnis

Irgendwo in der jenseitigen Seele muss also das Gedächtnis und das Bewusstsein sein. Wenn man einige Dutzend von NTE-Berichten liest, bekommt man einen ungefähren Eindruck, was im Jenseits anders ist: Bei der Lebensrückschau sind viele Details vorhanden, bis zum Flügelschlag jeder Fliege, die anwesend war. Solche Dinge speichert unser biologisches Gehirn nicht. Die jenseitige Speicherung von Erinnerungen scheint um ein Vielfaches präziser zu sein. Andererseits ist die Lebensrückschau meist von einer objektiven Warte aus gesehen, Gefühlsbewertungen sind kaum vorhanden.

Es gibt manchmal auch Erinnerungen der Seele an ein früheres jenseitiges Leben. Manche Nahtod-Erfahrene berichten über eine Begegnung mit einer Person, die sie nicht aus dem Erdenleben kennen, sie wissen aber, dass sie diese Person kennen und sie vielleicht für sie persönlich eine grosse Bedeutung in der Vergangenheit gespielt hat. Solch eine Erinnerung kann selbstverständlich nicht im diesseitigen Gehirn gespeichert sein, da dies Gehirn vor dem jetzigen Leben ja noch gar nicht existiert hat.

Wie passen das biologische Gehirn und das jenseitige Gedächtnis zusammen?

Nun kann die Seele während der Nahtod-Erfahrung sich an das bisherige Erdenleben erinnern, nicht nur während der Lebensrückschau, sondern auch zu anderen Zeitpunkten. Z.B. stehen viele vor der Entscheidung und wägen ab, ob sie auf die 3D-Welt zurückkehren sollen, und denken dabei an die zurückgebliebenen, an Ehepartner, Kinder und andere Angehörige. Das sind Erinnerungen an die hiesige Welt, laut neurowissenschaftlicher Auffassung im Langzeitgedächtnis der Gehirnrinde abgelegt, aber abgerufen zu einem Zeitpunkt, als das Gehirn vorübergehend tot, ohne Gehirnwellen und ohne Funktion war.

Umgekehrt kann sich ein Nahtoderfahrener auch nach dem jenseitigen Erlebnis, nachdem er wieder in seinen Körper zurückgekehrt ist, an seine jenseitigen Erfahrungen erinnern (manchmal nur teilweise) und darüber berichten. Die meisten Nahtoderfahrenen können sich sogar nach vielen Jahren noch sehr plastisch und deutlich an ihr Erlebnis erinnern. Während der jenseitigen Nahtod-Erfahrung haben aber seine biologischen Sinne nicht funktioniert, es kamen keine Sinneseindrücke zum Hypocampus, der Hypocampus hat wegen Herz-Kreislaufstillstand nicht funktioniert, es wurde also keine Kurzzeiterinnerung erzeugt, die eine Langzeiterinnerung hätte prägen können.

Es muss also ein jenseitiges „Denkorgan“ geben, dass Gehirn vermittelt dann zwischen diesen Denkorgan und dem physischen Körper. Wie stehen diese beiden Organe in Verbindung? Vielleicht spielen die Hirnwellen aus dem EEG eine Rolle, aber elektromagnetische Wellen können nicht die Informationsvermittlung zum jenseits darstellen, sonst hätte man sie schon längst nachweisen können. Aber die Quantenphysik zeigt mit der Quanten-Teleportration eine gute Möglichkeit auf, wie eine Verbindung zwischen diesseits und jenseits funktionieren könnte. Physikalisch gesehen ist es für eine Information kein Problem, gleichzeitig an 2 Stellen, nämlich hier und im Jenseits zu sein.

Der australische Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger John Eccles (1903-1997) hat eine Theorie entwickelt, wie die Seele mit dem Gehirn per Quantenmechanik kommuniziert:
Karl Popper/ John Eccles: Das Ich und sein Gehirn, Piper-Verlag, München, 1982
John Eccles: Wie das Selbst sein Gehirn steuert, Piper-Verlag, 1996

Wozu brauchen wir noch ein Gehirn?

Nun kann man sagen, wir haben doch unser jenseitiges Denkorgan, wozu brauchen wir noch das Gehirn? Es ist eine Tatsache, dass Veränderungen und Verletzungen Gehirn nicht nur zu Defiziten der Körperbewegung oder der Wahrnehmung führen, sondern auch zu psychischen Veränderungen. Das Frontalhirn-Syndrom ist seit einem spektakulären Sprengstoffunfall im Jahre 1848 bekannt, und seither wurden zahlreiche Zusammenhänge zwischen Veränderungen bestimmter Gehirnsregionen und Veränderungen in der Persönlichkeit erforscht. Das bedeutet, dass der Mensch auf ein gesundes Gehirn angewiesen ist, damit sich das jenseitige Denkorgan richtig auf unseren Körper übertragen kann und in unserer diesseitigen Welt ausdrücken kann.

Bewusstsein

Mache nun folgendes Experiment: zieh dich in dich selbst zurück. Geh in einen stillen Raum, sitze entspannt auf einen bequemen Stuhl und schliesse die Augen. Beobachte nur dich selbst. Beobachte, wie du atmest. Es gehen dann ständig Gedanken durch den Kopf, versuche aber, dich nur auf deinen Atem zu konzentrieren. Du merkst, dass du da bist. Du kannst beobachten, wie du in dich hineinhörst und wie du deinen Atem wahrnimmst. Das bist du. Das ist der Nachweis, dass du als bewusster Mensch existiert. Es ist übrigens die einzige Sache, derer du vollkommen sicher sein kannst. Alles andere könnte eine Wahrnehmungstäuschung oder eine Illusion sein, aber du selbst bist eine Tatsache. Das ist das, was der französische Philosoph René Descartes (1596-1650) gemeint hat mit den Worten „ich denke, also bin ich“. Das ist das Bewusstsein, das uns Menschen ausmacht, das ist unser Wesenskern.

Könntest du dir jetzt vorstellen, dass du mit diesem Bewusstsein, das du von dir selbst hast, nur die Funktion von irgendwelchen Nervenzellen bist? Oder dass du nur die Funktion eines bestimmten Gehirnareals bist? Ich finde das absurd, ich fühle ja, dass ich mehr bin! Könntest du dir vorstellen, dass es einen Doppelgänger von dir gibt mit den gleichen Nervenzellen und mit genau derselben Funktion genau eines gleichen Gehirnareals, Atom für Atom genauso gebaut, aber ausserhalb von dir, und bist das dann du oder nicht?

In der Neurowissenschaft hat man kein Gehirnareal gefunden, das für das Bewusstsein verantwortlich ist. Man hat dann zum einen die Theorie aufgestellt, das Bewusstsein sei eine komplexe übergeordnete Funktion aus den einzelnen Hirnfunktionen, sozusagen eine Metaebene darüber. Viele Neurowissenschaftler neigen heute jedoch zur Auffassung, das Bewusstsein gäbe es gar nicht, es sei eine Illusion. Das Absurde ist: man will den Kern des Menschen erforschen und sagt dann, dass es den Kern – das Bewusstsein – gar nicht gibt! Aber nur deshalb, weil man mit unseren materiellen Methoden im Gehirn keine Spuren eines Bewusstseins gefunden hat. Es ist wie die jahrhundertealte Suche nach der „Seele“, die man bisher mit den Methoden der Wissenschaft nicht nachweisen konnte.

Dein Bewusstsein hat seinen Sitz im Jenseits, in deiner jenseitigen Seele. Und diese Seele ist in deinem Körper und um deinen Körper herum, fest mit dem Körper verbunden, jedenfalls, solange du lebst.

2008 fand bei den vereinten Nationen in New York ein Symposium von Wissenschaftlern zum Thema Verstand, Gehirn und Bewusstsein statt. Hier findest du eine Seite mit Videos aus diesem Symposium mit deutscher Synchronisation.

Lies weiter Ist das Jenseits nun bewiesen?

Diese Seite wurde am 25.3.17 völlig neu überarbeitet. Letzte Revision 17.04.17

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